Zwei fromme Cowboys – Der Sieger Blog

Zwei fromme Cowboys

4 years ago

Diese Kurzgeschichte habe ich 2007 geschrieben und denke, sie es wert, gelesen zu werden. Viel Spaß damit!

In einer amerikanischen Kneipe sitzen zwei Cowboys Mike und John.
John fragte Mike: “Was hast du heute erlebt, Cowboy?”
Mike überlegte kurz, dann antwortete er:
“Ich bin in unendlichen Weiten geritten!”
“Und was hast du gesehen?”
“Steppen, Steppen und noch mal Steppen!”
“Das ist aber nicht besonders viel!” murmelte John und schluckte sein Bier aus der Flasche.
Darauf sagte Mike: “Nein, nein, das ist noch nicht alles. Als ich weiter ritt hab ich einen Turm entdeckt!”
“Einen Turm? Meiste Wasserturm? Oder war das ein Turm von einer Burg?”
“Nein, nein, das war ein Kirchenturm!”
“Und was ist so besonders an ihm?”
“Der hatte eine Uhr und Glocken! Ich hab noch nie einen Turm mit der Uhr und Glocken gesehen.”
“Und bist du dann in der Kirche drin gewesen?”
“Ja, ich hab da reingeschaut, aber sie wahr leer und dunkel. Paar Kerzen brannten vor dem Altar und sonst war keine Seele dort zu finden.”
“War wenigstens Gott da?” fragte John grinsend.
“Ähm… Ich hab ihn zwar nicht gesehen, aber es kann sein, dass er da war.”
“Aber sicher biste dir nicht?”
“Ne, nicht ganz. Aber als ich draußen war und von Paar Banditen überfallen wurde, hab ich gemerkt, dass er bei mir war.”
“Wie hast du denn das gemerkt?” fragte John Milke und verschluckte sich beim Biertrinken.
“Na, die Banditen wollten mich umbringen. Dann hab ich sie gefragt, ob sie sich nicht schämen, das vor der Kirche zu machen. Dann haben sie sich gekreuzigt und sind schreiend weggelaufen.”
John guckte nachdenklich, dann sagte er: “Ja, sowas hab ich noch nie erlebt. Aber vielleicht sind die Banditen von deinem Mundgeruch weggelaufen.”
“Nein, Cowboy, als sie 20 Meter gelaufen sind, ist die Erde auseinander gegangen und hat sie verschlungen.”
“Aha, und was hast du dann gemacht?”
“Ich habe gebetet, dass Gott mir meine räuberische Taten vergibt, denn so will ich nicht enden.”
“Und hat er dir alles vergeben?”
“Ja, John, ich habe jetzt Frieden im Herzen.”
John wusste gar nicht mehr, was er zu Mikes Erlebnissen sagen sollte und dann fragte ihn: “Aber wo ist denn dieser Gott, der dir alles vergeben hat?”
Mike legte seine Hand auf die Schulter von John und sagte: “Hier, bei uns, da draußen und überall in der Welt. Und du kannst mit ihm sprechen.”
“Mit Gott sprechen?” wunderte sich John.
“Ja” sagte Mike mit Lächeln im Gesicht “Du kannst ihm sagen, was in deinem Herzen ist.”
Dann machte John seine Augen zu und betete: “Lieber Gott, wenn es stimmt, was Mike erzählt und es dich wirklich gibt, lass mich dich erfahren und vergib mir meine Sünden. Amen.”
Plötzlich stand ein Engel vor den beiden Cowboys, schaute John an und sagte: “Fürchte dich nicht, Cowboy! Gott hat dein Gebet erhört. Jetzt bist du sein Kind und darfst ihn Vater nennen.” Danach war der Engel wieder verschwunden.
Seit diesem Abend reiten die Zwei Cowboys gemeinsam durch die Welt und erzählen allen Menschen von dem lebendigen Gott, der ihnen begegnete.

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