Archive Monthly Archives: November 2014

Tag 4 in der Ukraine

Heute waren wir im Gottesdienst in der „Lobpreis“-Gemeinde in Krivoj Rog. Es war schön, wieder den lebendigen Lobpreis zu erleben. Abends haben wir einige Geschwister zum Essen eingeladen und es war für uns erfrischend, sich über die Glaubenserfahrungen auszutauschen. In der Gemeinde war die Ukraine-Krise eigentlich überhaupt kein Thema. Ich dachte, dass ich dort etwas hören werde, aber das war nicht der Fall. Die Christen dort versammeln sich wirklich, um Gott anzubeten.

Tag 3 in der Ukraine

Heute haben wir uns mit einem Ehepaar getroffen, die wir aus der Gemeinde in Krivoj Rog kennen, und haben eine gute Gemeinschaft gehabt und uns über viele Themen unterhalten, aber weniger über das Thema Ukraine-Krise. Die beiden arbeiten als Ärzte und verdienen umgerechnet nur 200 Euro im Monat, was nicht besonders viel ist im Angesicht steigender Preise und der Inflation. Aber sie sind nicht unglücklich! Sie haben Jesus in ihren Herzen und sie scheinen viel glücklicher zu sein, als manche Christen in Deutschland, die gut verdienen und alles zum Leben haben.
Die Ehefrau ist prophetisch begabt und Gott hat ihr gezeigt, dass Ukraine in der Zukunft zu einem Fluchtort für alle Christen wird, die in Europa und vielen anderen Ländern durch den Antichrist verfolgt werden. Und sie sagte uns, dass wir deswegen die Wohnung der Schwiegereltern nicht verkaufen sollen, weil es kann passieren, dass wir hierher kommen, um hier zu leben. So bin ich nun echt gespannt, was die Zukunft mit sich bringt. Heute versteht keiner, was für ein Spiel mit der Ukraine gespielt wird. Dazu viele Medien, die besonders von Amerika und ihr treuen Regierungen Europas manipuliert werden, prophezeien ein Ende der Ukraine. Die Menschen in der Ukraine sehen das aber nicht so, besonders Christen. Sicher, die Krise hat vieles kaputt gemacht und der Teufel hat viele Ehen auseinander gerissen, aber Gott ist einer, der alles wieder aufbaut und nicht der Mensch. Deswegen bitte ich euch, weiter für Ukraine zu beten, denn vielleicht bald sehen wir uns alle hier.

Gespräch mit einem ukrainischen Soldaten aus Donezk

Heute haben wir uns mit einem Glaubensbruder getroffen, der in Donezk für die ukrainische Armee sich um die Technik kümmert. Ich hab ihn auf die Situation dort angesprochen und er wollte ungern mit mir darüber reden, aber er sagte mir nur, dass er das Verhalten der ukrainischen Regierung, die verbittert gegen Separatisten kämpft für falsch hält. Er meinte es wäre besser diese Neurussische Republiken, Russland zu überlassen. Dann erklärte er mir wer eigentlich die Separatisten sind. Früher zur Stalins Zeiten, hat man diese Gegenden (Donezk und Lugangs) mit den Gefangen aus Russland angesiedelt, deren Nachkommen dort jetzt leben. Nun, eigentlich sind es gespaltenen Menschen, die keine Wurzeln haben, weil sie nicht die Nachkommen der Urbewohner sind, sondern der zwangsangesiedelten. Und anstatt, ihre Koffern zu packen und nach Russland zurückzukehren, wollen sie Russland auf ihrem Territorium haben. Aber wie auch immer, er sagte mir, dass dieser Krieg überhaupt keinen Sinn hat. Es wird gekämpft solange die Oligarchen diesen Krieg finanzieren können, was aber dann kommt, weiß keiner. Es hat aber jetzt schon ganz viele Menschenleben gekostet. Also, es wird gar nicht um die Freiheit oder andere gute Dinge gekämpft, sondern es geht allein um das Geld! Der Mammon regiert diese Welt und dafür sind Menschen bereit, zu sterben. Wie mein Gesprächspartner sagte: „Die Menschen sind bereit, für eine Wurst für 2,20 Griwni zu sterben.“ Ich finde das grausam. Die Menschheit wird zur Dummheit erzogen und lässt sich durch teuflischen Lügen, die durch die Medien kursieren sehr leicht manipulieren. Deswegen will Gott, dass wir weise werden und uns nicht von den Manipulationen der Regierungen und Machthabern in die Irre führen lassen. Wenn meine Kanzlerin mir befiehlt, Menschen umzubringen, dann verachte ich gern das Gebot, wo es gesagt wird, man soll die Obrigkeit achten und ihr gehorchen, und stelle das Gebot „Du sollst nicht morden“ höher, weil ich Glaube, dass Gott das Menschenleben höher achtet, als irgendwelche Launen oder Pläne der Regierungen, die teuflische Ziele verfolgen.
Mein Gesprächspartner war schockiert, als ich ihm über die Entwicklungen in Europa erzählt habe. Für den Schock hat es ihm schon gereicht, als ich ihm von dem Bildungsplan der Rot-Grünen in Baden-Württemberg erzählt habe. Ich wurde auch gebeten, anderen Ukrainern diese Information weiter zu geben, weil sie so verblendet sind und für die der Beitritt in die EU einen großen Segen verspricht, was garantiert nicht der Fall sein wird. Der Mensch wird weiterhin verachtet und ermordet und die Werte werden auch verschwinden. Wir, Christen, brauchen keine EU oder sonstige Ländergemeinschaften, um Gottes Wort überall zu verkündigen. Ich war in Ukraine zum Missionseinsatz, als man hier an die EU überhaupt nicht gedacht hat. Ukraine hat viele eigenen Ressourcen, die ihr erlauben können, eigenständig zu sein, aber sie wird von den reichen Machthabern zu der Sklaverei gezwungen, damit sie den Reichen dieser Welt dienen kann. Der Mensch wird überall in der modernen Welt für Dreck gehalten, den man mit den Füßen treten und mit den Lügen manipulieren kann.
Bitte betet für Ukraine, dass Gott hilft diesem Land aus der Misere und eine Regierung bildet, die in der Lage ist, Frieden mit Russland zu schliessen und das Land nach den Geboten Gottes zu führen.

Ukraine-Krise aus der Sicht der Augenzeugen

Heute bin mit meiner Frau im Krovoj Rog in der Mitte der Ukraine angekommen, wo ich vor 14 Jahren bei einem Missionseinsatz war und hier auch meine Frau kennen lernte. So hatte ich auch gleich die Gelegenheit, heute Abend einen Gottesdienst zu besuchen und anschließend habe ich mich mit den Leuten aus der Gemeinde unterhalten. Wie man aus den Medien weiß, steckt Ukraine in einer tiefen Krise. Es gibt militärische Auseinandersetzungen im Osten der Ukraine mit Russland, die urkrinische Währung ist deswegen im Keller, Preise steigen, Menschen kriegen aber das gleiche Geld, wie vorher. Alles ist dieser „Maidan-Revolution“ zu verdanken. Nun, in Europa schiebt man gern dem Putin alles in die Schuhe und er wird vermehrt in den Medien als Bösewicht dargestellt. Ich hab mich aber mit Augenzeugen unterhalten, die berichteten, dass z.B. diese Schießerei auf dem Maidan nicht von „Berkut“-Einheiten ausgelöst wurde, sondern von amerikanischen Schützen, die von den Dächern aus geschossen haben, damit es so aussieht, als hätte „Berkut“ auf die Demonstranten geschossen. Auch zu der Lage im Krym sagte einer, der dort wohnt, dass die Menschen sich gefreut haben, als Putin Krym anexiert hat und das er das nur als Reaktion auf Provokation der Nato gemacht hat, die dort ihre Streitkräfte positionieren wollten.
Eigentlich interessiere ich mich wenig für Politik, nur diese Situation zwischen Russland und Ukraine ist mir nicht egal, weil ich in Russlan geboren und aufgewachsen bin und meine Frau aus der Ukraine kommt. Dank der ganzen Krise und der antirussischen Propaganda sind viele Familien auseinandergebrochen, selbst in den Gemeinden unter Christen, bei denen ein Ehepartner Russe und der andere Urkainer waren. Auf sowas kann ich nicht einfach so schauen und sagen: „Ach, wird schon wieder irgendwie.“ Ich will die Wahrheit! Und diese Wahrheit findet man gerade in unseren europäischen Medien kaum noch, weil sie alle dem amerikanischen Einfluß unterliegen, weil sie Angst haben vor den wirtschaftlichen Problemen mit Amerika. Da bleibt die Wahrheit und die Werte auf der Strecke. Dem Ami ist jeder Krieg ein Gewinn. Sie haben das ganze Theater mit Ukraine nur inszeniert, um ihren grünen Schein ($) zu retten.
Deswegen meine Bitte an alle Christen: Betet für den Frieden zwischen Russland und Ukraine, lasst euch von der antirussischen Propaganda nicht beeinflussen, wenn ihr die Wahrheit wissen wollt, verlasst euch nicht auf die manipulierte Medien, sondern lasst euch die Wahrheit vor Ort zeigen.

Gebetshaus Augsburg

Bildquelle: www.sonntagsblatt-bayern.de

Auch letztes Wochenende hatte ich die Gelegenheit, das Gebetshaus in Augsburg zu besuchen. Ich find allein schon die Idee, dass man dort in einem Gebetsraum 24 Stunden lang beten kann, grandios. Ich habe es genossen, eine Stunde lang dort einfach in Ruhe zu beten und die Gegenwart Gottes zu genießen. Es wäre doch super, wenn es solche Gebetshäuser in jeder Stadt geben würde. Ich bin ja oft unterwegs und manchmal bin ich an irgendwelchen Kirchen vorbei gelaufen, in der Hoffnung, dort ein Paar Minuten zu beten, aber meistens standt ich vor der verschlossenen Tür, die nur zu Messen oder Gottesdiensten aufgeht. Schade eigentlich, denn unser Land und die ganze Welt braucht viel Gebet. Gebet ist das wichtigste Bestandteil eines christlichen Lebens. Ohne Gebet gibt’s keine Kommunikation zu Gott, mit dem man kommunizieren muss, damit Er in unserem Leben wirken kann.

Unser Herz als „Schrott-Werkstatt“ Gottes

IMG_9565Am Wochenende war ich in Augsburg und beim Spazierengehen habe ich eine kleine Werkstatt entdeckt, in der ein älterer Herr aus Schrott interessante Kunstwerke herstellt (hier im Bild zusammen mit „Johann“ dem automatischen Werbungsanbieter). Er hat mir seine einige Kunstwerke vorgestellt und ich war erstaunt, was man alles aus den Dingen, die man weg wirft, herstellen kann.
Da ich nun ein Mensch bin, der bildlich denkt, habe ich auch hier ein Bild für mich entdeckt: Das menschliche Herz ist wie so eine Schrott-Werkstatt, die voll ist mit allem möglichen Schrott. Solange diese „Werkstatt“ leer steht, sieht es dort unaufgeräumt und chaotisch aus. Aber sobald man in seine „Schrott-Werkstatt“ Gott als Künstler, der aus Schrott erstaunliche Kunstwerke herstellen kann, dann sieht dort drin viel schöner aus. Gott kann tatsächlich aus dem ganzen Müll und Zerbruch in unserem Herzen erstaunliche Dinge machen, die wir an unsere Mitmenschen weiter geben können. Manchmal lässt Gott absichtlich zu, dass in unserem Herzen etwas kaputt geht, was wir selbst aufgebaut haben, damit er daraus ein Kunstwerk machen kann.